Vermögensverwaltende GmbH: Wann sie sich für dich lohnt

Für alle, die langfristig investieren und ihre Gewinne reinvestieren: In einer vermögensverwaltenden GmbH kosten Kursgewinne aus Aktien rund 1,5 % Steuer statt 26,375 % privat, Mieteinkünfte rund 15,8 % statt bis zu 47,5 %.

Wichtig zu wissen: Dividenden sind in der GmbH etwas teurer, und was du an dich ausschüttest, wird noch einmal besteuert.

Anleger am hellen Esstisch mit Tablet und Depot-Chart – vermögensverwaltende GmbH

Was ist eine vermögensverwaltende GmbH?

Eine vermögensverwaltende GmbH (kurz vvGmbH) ist eine ganz normale GmbH, die kein operatives Geschäft betreibt, sondern Vermögen anlegt: in Aktien, Fonds, Anleihen, Termingeschäfte oder Immobilien. Man spricht auch von einer Vermögensverwaltungsgesellschaft oder Investment-GmbH.

Statt Abgeltungsteuer und Einkommensteuer zahlt sie Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer – und auf einige Erträge deutlich weniger als du privat.

  • Gründung wie jede GmbH: 25.000 € Stammkapital, das die GmbH direkt anlegen kann.
  • Niedrige Steuer, solange das Geld in der GmbH bleibt: Schüttest du Gewinne an dich aus, kommt Abgeltungsteuer dazu.
  • Laufende Kosten für Buchhaltung, Jahresabschluss und Steuererklärungen, auch in Jahren ohne Gewinn.

Vermögensverwaltende GmbH: Steuern auf Kursgewinne, Dividenden und Mieten

Wie viel Steuer die GmbH zahlt, hängt von der Art des Ertrags ab. Grundlage sind 15 % Körperschaftsteuer plus Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer deiner Gemeinde, zusammen 29,83 % bei einem Hebesatz von 400 %. Für Kursgewinne aus Aktien gilt eine Ausnahme: Nach § 8b KStG sind sie zu 95 % steuerfrei.

Steuer auf Kapitalerträge und Mieten privat und in der GmbH (2026) Steuer auf Kursgewinne aus Aktien: privat 26,375 Prozent, in der GmbH 1,49 Prozent; Steuer auf Dividenden, Zinsen und Termingeschäfte: privat 26,375 Prozent, in der GmbH 29,83 Prozent; Steuer auf Aktienfonds und ETFs: privat 18,46 Prozent, in der GmbH 11,57 Prozent; Steuer auf Mieteinkünfte (Immobilien): privat bis zu 47,48 Prozent, in der GmbH 15,83 Prozent
Steuer auf Kursgewinne aus Aktien Privat 26,375 % GmbH 1,49 % Steuer auf Dividenden, Zinsen und Termingeschäfte Privat 26,375 % GmbH 29,83 % Steuer auf Aktienfonds und ETFs Privat 18,46 % GmbH 11,57 % Steuer auf Mieteinkünfte (Immobilien) Privat bis zu 47,48 % GmbH 15,83 %
Steuer privat und in der vermögensverwaltenden GmbH, 2026. Privat: Abgeltungsteuer inkl. Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer und Sparer-Pauschbetrag; Aktienfonds mit 30 % Teilfreistellung; Mieteinkünfte mit dem persönlichen Steuersatz, höchstens 45 % plus Solidaritätszuschlag. GmbH: Körperschaftsteuer 15 % mit Solidaritätszuschlag plus Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 400 %, ohne laufende Kosten; gilt, solange der Gewinn in der GmbH bleibt. Dividenden: aus Beteiligungen unter 10 % (Streubesitz, also fast jede Aktie im Depot); ab 15 % rund 1,5 %. Aktienfonds in der GmbH: 80 % Teilfreistellung, bei der Gewerbesteuer nur zur Hälfte. Mieteinkünfte in der GmbH nur mit erweiterter Gewerbesteuerkürzung, also wenn die GmbH ausschließlich eigenen Grundbesitz und daneben eigenes Kapitalvermögen verwaltet.

Dividenden: in der GmbH meist teurer als privat

Dividenden sind in der GmbH nur dann weitgehend steuerfrei, wenn sie zu Beginn des Jahres mindestens 10 % an der ausschüttenden Gesellschaft hält (§ 8b Abs. 4 KStG), für die Gewerbesteuer sogar 15 % (§ 9 Nr. 2a GewStG). Aktien, die du an der Börse kaufst, erreichen das praktisch nie. Ihre Dividenden versteuert die GmbH deshalb voll mit 29,83 % bei einem Hebesatz von 400 %, privat sind es 26,375 %. Wer vor allem auf Dividenden setzt, fährt privat oft besser.

Ausschüttung: was beim Herausnehmen anfällt

Die niedrigen Sätze gelten nur, solange das Geld in der GmbH bleibt. Schüttet die GmbH Gewinne an dich aus, zahlst du darauf 26,375 % Abgeltungsteuer. Bei Kursgewinnen aus Aktien kommst du so insgesamt auf rund 27,5 %, also etwas mehr als privat, bei voll besteuerten Erträgen wie Zinsen oder Dividenden auf rund 48 %. Die vermögensverwaltende GmbH ist deshalb ein Werkzeug für Geld, das du über Jahre reinvestierst, nicht für Geld, das du bald brauchst. Mehr dazu unter Gewinnausschüttung.

Ab 2028 sinkt die Körperschaftsteuer

Die Körperschaftsteuer sinkt ab 2028 jedes Jahr um einen Prozentpunkt, von 15 % auf 10 % ab 2032. Bei einem Hebesatz von 400 % fällt die volle Belastung der GmbH damit von 29,83 % auf 24,55 %; davon profitieren vor allem Dividenden, Zinsen und Termingeschäfte. Alle Kapitalerträge im Überblick zeigt der Artikel Steuern auf Kapitalerträge.

Rechne selbst: privat oder vermögensverwaltende GmbH?

Stell ein, mit wie viel Geld du startest, welche Rendite du erwartest und wie lange du anlegst. Der Rechner vergleicht, was dir nach Steuern und Kosten bleibt: privat, in der GmbH und in der GmbH mit Ausschüttung am Ende.

RechnerZieh die Regler oder wähl ein Beispiel

250.000 €
Geld, das du in die GmbH einzahlst oder privat anlegst (25.000 € bis 100 Mio. €)
5,0 %
2,0 %
15 Jahre
3.000 €
Annahme; Preise in der Preisübersicht
Wie viel deiner Kursgewinne realisierst du im Jahr?
Privat zahlst du auf Kursgewinne erst Steuer, wenn du verkaufst.
Gewerbesteuer-Hebesatz deiner Gemeinde

Live berechnet

Vermögen nach 15 Jahren, nach Steuern

Privat nach Verkauf, Steuer gesamt 101.873 €
549.374 €
GmbH, Geld bleibt drin Steuer 21.052 €, Kosten 45.000 €
583.223 €
GmbH mit Ausschüttung am Ende dazu 87.624 € Abgeltungsteuer
495.599 €

Vorteil der GmbH, solange das Geld drin bleibt33.849 €

Ab wann? Mit diesen Annahmen liegt die GmbH ab rund 160.000 € Startkapital vorn, solange das Geld in der GmbH bleibt.

Schüttest du am Ende alles aus, bleibt dir privat mehr: Auf Kursgewinne zahlst du dann insgesamt rund 27,5 % statt 26,375 %.

Kostenloses Infogespräch: 15 Minuten, online, unverbindlich.

Ergebnis mit einem Experten besprechen

Vereinfachte Rechnung ab 2026 für Einzelaktien, ohne Kirchensteuer. Privat: Abgeltungsteuer 26,375 % inkl. Solidaritätszuschlag auf Dividenden und verkaufte Kursgewinne, Sparer-Pauschbetrag 1.000 € im Jahr; Dividenden nach Steuer werden wieder angelegt, am Ende wird das Depot verkauft. GmbH: Dividenden voll steuerpflichtig (Beteiligung unter 10 %), Kursgewinne zu 95 % steuerfrei; Körperschaftsteuer 15 % bis 2027, danach jedes Jahr einen Prozentpunkt weniger bis 10 % ab 2032, plus Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zum gewählten Hebesatz; laufende Kosten als Betriebsausgaben mit Verlustvortrag; am Ende verkauft die GmbH das Depot. Bei Ausschüttung bekommst du deine Einlage steuerfrei zurück, der Rest wird mit Abgeltungsteuer belastet. Nicht berücksichtigt: einmalige Gründungskosten für Notar und Handelsregister, Fonds und ETFs, Kursverluste, Teileinkünfteverfahren. Hebesätze: 200 % ist das gesetzliche Minimum, 435 % der gewogene Durchschnitt in Deutschland 2023, München 490 % (Stand 2025). Keine Steuerberatung – deinen Fall rechnen wir gern im kostenlosen Infogespräch durch.

Vorteile und Nachteile der vermögensverwaltenden GmbH

Ob sich die GmbH lohnt, hängt weniger vom Steuersatz ab als von deinem Depot: wie groß es ist, wie viel deiner Rendite aus Dividenden kommt und ob du Gewinne reinvestierst.

Vorteile

  • Kursgewinne fast steuerfrei: Aktienverkäufe kosten in der GmbH rund 1,5 % statt 26,375 % – auch wenn du oft umschichtest.
  • Reinvestieren: Was in der GmbH bleibt, arbeitet weiter; die Abgeltungsteuer fällt erst an, wenn du ausschüttest.
  • Mieteinkünfte: mit erweiterter Gewerbesteuerkürzung 15,83 % statt bis zu 47,48 % privat.
  • Kosten absetzen: Buchhaltung, Software, Daten oder Zinsen sind Betriebsausgaben; privat gilt nur der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 €.
  • Mehr Liquidität: Beim Verkauf behält die Bank keine Kapitalertragsteuer ein; die GmbH zahlt über Vorauszahlungen und die Steuererklärung.

Nachteile

  • Dividenden aus Aktien im Depot kosten in der GmbH 29,83 % statt 26,375 % privat (Hebesatz 400 %).
  • Ausschüttung: Holst du Gewinne heraus, kommt Abgeltungsteuer dazu – insgesamt rund 27,5 % auf Kursgewinne und rund 48 % auf voll besteuerte Erträge.
  • Laufende Kosten für Buchhaltung, Jahresabschluss, Steuererklärungen und den IHK-Beitrag – auch in Jahren ohne Gewinn.
  • Verluste: Aktienverluste sind in der GmbH steuerlich nicht abziehbar, Verluste aus Termingeschäften nur mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechenbar.
  • Bindung: Das Geld gehört der GmbH. Für private Ausgaben musst du ausschütten, und eine GmbH aufzulösen kostet Zeit und Geld.

Brauchst du deine Erträge in den nächsten Jahren zum Leben oder setzt du vor allem auf Dividenden, bleib eher privat. Willst du zehn Jahre und länger reinvestieren und Kursgewinne mitnehmen, spricht viel für die GmbH.

Lohnt sich die vermögensverwaltende GmbH für dein Depot?

FELSFO hat sich auf den Vermögensaufbau mit der GmbH spezialisiert: Wir übernehmen Buchhaltung, Wertpapierverbuchung und Jahresabschluss deiner vvGmbH und bieten mit dem FELS Broker das passende Firmendepot.

Im kostenlosen Infogespräch rechnen wir mit dir durch, ob sich die GmbH für dein Depot lohnt. Eine individuelle Steuerberatung ersetzt das Gespräch nicht.

Zahlt eine vermögensverwaltende GmbH Gewerbesteuer?

Ja. Jede GmbH ist kraft Rechtsform gewerbesteuerpflichtig, auch wenn sie nur Vermögen verwaltet, und anders als ein Einzelunternehmer hat sie keinen Freibetrag. Wie viel Gewerbesteuer anfällt, hängt vom Hebesatz der Gemeinde ab, in der die GmbH ihren Sitz hat, und von der Art der Erträge.

Der Hebesatz deiner Gemeinde

Die Gewerbesteuer beträgt 3,5 % mal Hebesatz: bei 400 % also 14 % des Gewinns, beim gesetzlichen Minimum von 200 % 7 %, in München (490 %) 17,15 %. Mit Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag zahlt die GmbH auf voll steuerpflichtige Erträge damit zwischen 22,83 % und 32,98 %.

Kursgewinne aus Aktien sind auch bei der Gewerbesteuer zu 95 % steuerfrei.

Erweiterte Kürzung nur für Immobilien

Verwaltet die GmbH ausschließlich eigenen Grundbesitz und daneben höchstens eigenes Kapitalvermögen, kann sie die erweiterte Kürzung beantragen. Dann sind die Mieteinkünfte gewerbesteuerfrei und kosten nur 15,83 %. Zinsen und Dividenden aus kleinen Beteiligungen bleiben gewerbesteuerpflichtig.

Die Voraussetzungen sind streng: mehr bei der Immobilien-GmbH und unter Gewerbesteuerbefreiung in der Immobilien-GmbH.

Beteiligungen ab 15 %

Hält die GmbH zu Beginn des Jahres mindestens 15 % an einer anderen Kapitalgesellschaft, sind deren Dividenden auch bei der Gewerbesteuer weitgehend steuerfrei (§ 9 Nr. 2a GewStG); es bleibt eine Belastung von rund 1,5 %. Zwischen 10 und 15 % gilt das nur für die Körperschaftsteuer, dann sind es rund 14,8 %.

Darauf baut die Holding auf.

Gewerbesteuerpflichtig heißt auch: Die GmbH ist Mitglied der IHK und zahlt dort einen Beitrag. Mehr dazu in der FAQ Ist eine vermögensverwaltende GmbH gewerbesteuerpflichtig?

Ab wann lohnt sich eine vermögensverwaltende GmbH?

Vor allem eine Frage der Depotgröße: Die GmbH kostet jedes Jahr Geld, ihr Steuervorteil wächst mit dem Depot. Mit den Annahmen aus dem Rechner liegt sie ab rund 160.000 € vorn.

Nettogewinn nach 15 Jahren: privat und in der vermögensverwaltenden GmbH Nettogewinn nach 15 Jahren, privat und in der GmbH, Startkapital 50.000 Euro bis 500.000 Euro. Bis rund 160.000 Euro bringt privat mehr, danach die GmbH. Bei 500.000 Euro: privat 593.000 €, GmbH 720.000 €.
200.000 € 400.000 € 600.000 € 800.000 € 0 € 500.000 € GmbH: 720.000 € Privat: 593.000 € GmbH lohnt sich ab rund 160.000 €
Nettogewinn nach 15 Jahren nach Steuern und 3.000 € GmbH-Kosten im Jahr; das Geld bleibt in der GmbH. Annahmen wie im Rechner: 5 % Kursgewinn, 2 % Dividende, Hebesatz 400 %. Werte in der Legende bei 500.000 € Startkapital.

Faustregel: Die GmbH lohnt sich für Geld, das du langfristig anlegst und privat nicht brauchst. Für Dividendenstrategien und Geld, das du bald entnehmen willst, ist privat meist besser. Für Immobilien gelten eigene Regeln, siehe Immobilien in der GmbH.

Vermögensverwaltende GmbH gründen: Ablauf und Kosten

Du gründest sie wie jede andere GmbH, nur der Unternehmensgegenstand ist die Verwaltung eigenen Vermögens. FELSFO selbst gründet keine Gesellschaften – dafür arbeiten wir mit unserem Partner Qonto zusammen.

1

Gesellschaft gründen

Notartermin und Handelsregister, digital über unseren Partner Qonto.

2

Stammkapital einzahlen

25.000 €, mindestens die Hälfte vor der Anmeldung. Das Geld gehört der GmbH und wird angelegt.

3

Firmendepot eröffnen

Beim FELS Broker oder einem anderen Broker, den wir anbinden.

4

Verwaltung abgeben

Buchhaltung, Jahresabschluss und Steuererklärungen übernimmt FELSFO.

Was kostet eine vermögensverwaltende GmbH?

Einmalig

  • Notar und Handelsregister
  • Stammkapital 25.000 € – kein Kostenpunkt, es wird angelegt

Laufend

  • Buchhaltung und Wertpapierverbuchung
  • Jahresabschluss und Steuererklärungen
  • IHK-Beitrag und LEI, die Kennnummer für den Wertpapierhandel

Alle Kosten sind Betriebsausgaben der GmbH. Die Umsatzsteuer auf Rechnungen bekommt eine vermögensverwaltende GmbH in der Regel nicht erstattet; eine Gewerbeanmeldung braucht sie nicht. Die aktuellen Preise findest du in der Preisübersicht GmbH-Verwaltung.

Verwaltung und Depot für deine vvGmbH

Eine GmbH muss jeden Kauf, jeden Verkauf und jede Dividende verbuchen, einen Jahresabschluss aufstellen und Steuererklärungen abgeben. Bei klassischen Steuerberatern wird das mit jedem Trade teurer – deshalb lohnte sich die vermögensverwaltende GmbH lange nur für sehr große Vermögen.

Mit unserer Software WEPA verbuchen wir Wertpapiere automatisiert. Die FELSFO GmbH-Verwaltung übernimmt Buchhaltung, Jahresabschluss und Steuererklärungen zu festen Preisen, unabhängig von der Zahl deiner Trades. Willst du bei deinem Steuerberater bleiben, liefern wir ihm die automatisierte Wertpapierverbuchung.

Dein Firmendepot eröffnest du beim FELS Broker, unserem Broker für GmbHs, der direkt an die Wertpapierverbuchung angebunden ist.

Im Video zeigen wir, wie du deine vermögensverwaltende GmbH mit FELSFO aufsetzt: Gründung über unseren Partner Qonto, die Schritte nach der Eintragung ins Handelsregister, deine Pflichten als Geschäftsführer und die Verwaltung zum Festpreis – unabhängig von Depotgröße und Zahl der Trades.

Video: Vermögensverwaltende GmbH mit FELSFO gründen und verwalten

Immobilien-GmbH, Trading-GmbH oder Holding?

Das sind keine eigenen Rechtsformen, sondern Namen für eine vermögensverwaltende GmbH mit Schwerpunkt. Eine GmbH kann Aktien, Fonds, Immobilien und Beteiligungen zugleich halten – steuerlich gibt es je nach Anlage Besonderheiten.

15,83 % Aktien rund 1,5 % Operative GmbH Gewinne rund 1,5 % Deine vvGmbH
  1. Immobilien

    Mieteinkünfte kosten 15,83 % statt bis zu 47,48 %, wenn die erweiterte Gewerbesteuerkürzung greift. Mehr zur Immobilien-GmbH und im Artikel Immobilien in der GmbH.

  2. Aktien und Termingeschäfte

    Kursgewinne aus Aktien kosten rund 1,5 %. Für reine Optionen, Futures oder CFDs ist privat heute meist günstiger. Mehr zur Trading-GmbH.

  3. Beteiligungen

    Hält die GmbH Anteile an deiner operativen GmbH, ist sie eine Holding: Deren Gewinne kommen mit rund 1,5 % Steuer an. Mehr zur Holding-Gründung und im Artikel Holdingstruktur.

Du bist in guter Gesellschaft

Über 500 GmbHs vertrauen FELSFO.

Das war die beste Entscheidung

Die haben sich um alles gekümmert und ich musste nur meine Daten zur Verfügung stellen und einige Unterschriften leisten.

Pietro

Pietro

Gründer & Manager

Fragen & Antworten

Wer darf eine vermögensverwaltende GmbH gründen?

Jede natürliche Person, allein oder mit anderen, aber auch eine andere Gesellschaft wie eine GmbH oder eine Stiftung. Geschäftsführer darf nicht sein, wer wegen einer Insolvenzstraftat verurteilt wurde. Ist eine Gesellschaft an deiner GmbH beteiligt, kann die GmbH beim FELS Broker derzeit noch kein Depot eröffnen.

Kann ich auch eine vermögensverwaltende UG gründen?

Rechtlich ja, wir empfehlen aber die GmbH. Eine UG muss ein Viertel ihres Jahresüberschusses zurücklegen, bis 25.000 € erreicht sind, Sacheinlagen sind nicht möglich, und die spätere Umwandlung in eine GmbH kostet noch einmal. Eine GmbH kannst du bereits mit 12.500 € eingezahltem Stammkapital gründen. Mehr unter UG gründen und Warum keine UG?

Wie werden Dividenden in der vermögensverwaltenden GmbH besteuert?

Dividenden aus Aktien, die du an der Börse kaufst, versteuert die GmbH voll: 29,83 % bei einem Hebesatz von 400 %, privat sind es 26,375 %. Weitgehend steuerfrei sind Dividenden erst, wenn die GmbH zu Beginn des Jahres mindestens 10 % (Körperschaftsteuer) bzw. 15 % (Gewerbesteuer) an der Gesellschaft hält. Kursgewinne aus Aktien sind dagegen unabhängig von der Beteiligungshöhe zu 95 % steuerfrei.

Wie kommt das Geld aus der GmbH zu mir?

Über eine Gewinnausschüttung. Darauf fallen 26,375 % Abgeltungsteuer an, die die GmbH einbehält und abführt. Zusammen mit der Steuer der GmbH sind das bei Kursgewinnen aus Aktien rund 27,5 %, bei Zinsen und Dividenden rund 48 %. Was du über das Stammkapital hinaus als Rücklage eingezahlt hast, kann die GmbH dir unter Umständen steuerfrei zurückzahlen. Mehr zur Gewinnausschüttung.

Kann ich Kosten in der vermögensverwaltenden GmbH absetzen?

Ja. Alle Kosten, die mit dem Zweck der GmbH zusammenhängen, mindern ihren Gewinn: Buchhaltung und Jahresabschluss, Depot- und Ordergebühren, Software, Datenfeeds, Fachliteratur, Börsenbriefe oder Seminare, Hardware wie dein Laptop und Zinsen für einen Kredit. Privat kannst du solche Kosten nicht absetzen, dort gilt nur der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr.

Muss eine vermögensverwaltende GmbH Umsatzsteuer zahlen?

In der Regel nicht: Wer nur eigenes Vermögen verwaltet, erbringt keine umsatzsteuerpflichtigen Leistungen. Dafür kann die GmbH auch keine Vorsteuer abziehen – die Umsatzsteuer auf Rechnungen, etwa für die Buchhaltung, ist für sie ein Kostenpunkt. Mit einer operativen Tätigkeit ändert sich das, siehe Ab wann ist eine GmbH umsatzsteuerpflichtig?

Brauche ich eine Gewerbeanmeldung?

Nein, solange die GmbH kein operatives Geschäft betreibt. Gewerbesteuerpflichtig und Mitglied der IHK ist sie trotzdem, weil jede GmbH kraft Rechtsform als Gewerbebetrieb gilt. Mehr dazu unter Gewerbesteuer.

Kann ich mein bestehendes Depot in die GmbH übertragen?

Ja, steuerlich zählt das aber wie ein Verkauf: Legst du Aktien aus deinem Privatdepot in die GmbH ein, fällt auf die bis dahin entstandenen Kursgewinne Abgeltungsteuer an. Oft ist es einfacher, Geld einzuzahlen und in der GmbH neu anzulegen. Welcher Weg für dich günstiger ist, klären wir im Infogespräch.

Kann ich meine operative GmbH in eine vermögensverwaltende GmbH umwandeln?

Ja. Du stellst das operative Geschäft ein und änderst den Unternehmensgegenstand im Gesellschaftsvertrag (Notar und Handelsregister); eine neue GmbH brauchst du nicht. Steuerlich bleibt die GmbH eine GmbH: Kursgewinne aus Aktien sind zu 95 % steuerfrei, die übrigen Erträge zahlen weiter Körperschaft- und Gewerbesteuer. Prüfe vorher, ob Vorsteuer für Anschaffungen der letzten Jahre zurückzuzahlen ist, weil die GmbH danach meist keine umsatzsteuerpflichtigen Umsätze mehr hat. Läuft das operative Geschäft weiter, ist eine Holding darüber oft die bessere Lösung. Daniel erklärt die Umwandlung auch im Video.

Wie viel kostet eine vermögensverwaltende GmbH?

Einmalig Notar und Handelsregister, laufend Buchhaltung, Jahresabschluss, Steuererklärungen und der IHK-Beitrag. Die Gründung läuft über unseren Partner Qonto, die laufende Verwaltung übernimmt FELSFO; die aktuellen Preise findest du in der Preisübersicht GmbH-Verwaltung. Das Stammkapital von 25.000 € kannst du direkt investieren. Den Ablauf findest du oben unter Gründen: Ablauf und Kosten.

Was kann ich in einem kostenlosen Infogespräch erfragen?

In deinem kostenlosen und unverbindlichen Infogespräch erfährst du alles, was du zur Gründung oder Verwaltung deiner GmbH mit FELSFO wissen möchtest. Bei Bedarf erörtern unsere Experten, ob sich eine vermögensverwaltende GmbH für dich und deine Anlagen lohnt. Bitte beachte: Wir bieten keine individuelle steuerliche Beratung an.

Du willst mehr wissen?

Hier geht es zu unseren FAQs

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FELSFO begleitet dich mit deiner vermögensverwaltenden GmbH: von der Gründung mit unserem Partner Qonto über die Verwaltung bis zu deinem Firmendepot.

Lars Weber

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